connect-Testsieger EnBW: Was Du als Fahrer davon hast

connect-Testsieger EnBW: Was Du als Fahrer davon hast

EnBW ist wieder connect-Testsieger – warum das für Dich beim Laden zählt

Die Nachricht klingt erstmal nach „Siegel und Pokal“: EnBW bleibt im connect Ladenetztest Seriensieger und wird erneut als bester E‑Mobilitätsanbieter ausgezeichnet. Spannend wird’s aber erst, wenn Du das auf Deinen Alltag runterbrichst: Was genau wurde getestet, was bringt Dir das beim Laden unterwegs – und welche Funktionen kannst Du konkret nutzen?

Im connect-Test geht es nicht nur darum, wie viele Ladepunkte ein Anbieter irgendwie „in der Karte“ hat. Bewertet werden (je nach Testkategorie) vor allem Dinge, die Du beim Laden wirklich spürst: App-Bedienung und Infos, Preis- und Tariflogik sowie die Nutzbarkeit des Ladenetzes. Beim aktuellen Test wurden laut EnBW reale Fahrten und Stopps an Standorten durchgeführt – inklusive Fragebögen direkt während des Ladevorgangs.

connect Ladenetztest: Was wird da überhaupt geprüft?

connect unterscheidet im Test zwischen zwei Rollen, die im Alltag oft durcheinandergehen:

  • CPO (Charge Point Operator): Das ist der Betreiber der Ladesäulen (also die Hardware vor Ort).
  • eMSP (Electric Mobility Service Provider): Das ist der Anbieter, über den Du lädst und bezahlst – meist per App und/oder RFID-Ladekarte.

EnBW taucht in beiden Welten auf: als Betreiber eigener Schnelllade-Standorte und als eMSP mit der EnBW mobility+ App. Im connect-Test 2025 wird EnBW als Testsieger unter den eMSPs genannt und mit „sehr gut“ bewertet. Besonders hervorgehoben werden App-Funktionen wie die Anzeige „Besetzt seit“ und neue Filter für Shops, Restaurants und Extras rund um den Ladepunkt.

Was Du als Nutzer konkret davon hast (ohne Marketing-Blabla)

Ein Testsieg ist für Dich nur dann relevant, wenn er sich in drei Punkten auszahlt:

  • Du findest schneller einen passenden Ladepunkt (inkl. Infos, die Dir Fehlfahrten sparen).
  • Du siehst vor dem Start, was es kostet – und kannst nach Preis filtern.
  • Du startest den Ladevorgang zuverlässig (per App, Karte oder automatisiert).

Genau diese drei Bereiche sind bei EnBW mobility+ ziemlich klar abgebildet: In der App bekommst Du eine Karte mit Ladepunkten und Details wie Kosten, Ladeleistung, Steckertypen und Bezahlmöglichkeiten. Außerdem gibt es einen Preisfilter, mit dem Du Dir einen maximalen kWh-Preis einstellen kannst – dann zeigt Dir die Suche nur Ladepunkte innerhalb dieses Preisrahmens an.

Preis-Transparenz: So siehst Du den kWh-Preis vor dem Laden

Wenn Dich an Lade-Apps etwas nervt, dann meistens das: Du stehst an der Säule und fragst Dich, ob Du gleich einen „Aua“-Preis bezahlst. EnBW beschreibt den Ablauf so, dass Du den aktuellen kWh-Preis in der App am Standort siehst – und vor dem Start wird er Dir für den ausgewählten Ladepunkt nochmal angezeigt.

Wichtig ist dabei ein Detail, das viele nicht auf dem Schirm haben: Bei EnBW gibt es für Ladepunkte anderer Betreiber im EnBW HyperNetz variable Preise je Ladepunkt. EnBW nennt dafür eine Spanne bis maximal 89 ct/kWh (und nennt je nach Darstellung auch niedrigere Untergrenzen). Das ist kein „Minutenpreis, der ständig springt“, sondern ein Preis, der je Ladepunkt unterschiedlich sein und sich ändern kann. Entscheidend ist: Der Preis, der Dir in der App beim Start angezeigt wird, gilt für diesen Ladevorgang.

Praktischer Check vor dem Losfahren

  • In der App den Ziel-Ladepunkt öffnen
  • kWh-Preis in der Vorschau prüfen
  • Optional: Preisfilter setzen, um teurere Ladepunkte direkt auszublenden

App oder Ladekarte: So startest Du den Ladevorgang

EnBW nennt drei Wege, wie Du im HyperNetz bezahlen bzw. starten kannst: per App, per EnBW mobility+ Ladekarte oder über einen Guthaben-Code (alles läuft über ein Konto). Wenn Du lieber „klassisch“ mit RFID lädst, ist der Ablauf simpel:

  1. Auto per Kabel mit der Ladesäule verbinden.
  2. EnBW mobility+ Ladekarte an das Lesegerät halten – der Ladevorgang startet.
  3. Zum Beenden die Karte erneut anhalten.
  4. Abrechnung erfolgt über die in der App hinterlegte Zahlmethode.

Gut zu wissen: EnBW schreibt auch klar, dass Du die Ladekarte über die App bestellst und nach Erhalt in der App aktivierst.

AutoCharge: Laden ohne App-Klick (wenn Dein Auto kompatibel ist)

Wenn Du beim Schnellladen möglichst wenig „rumtippen“ willst, ist AutoCharge eine der praktischsten Funktionen im EnBW-Ökosystem: Du steckst an – und der Ladevorgang startet automatisch, weil Dein Fahrzeug wiedererkannt wird. EnBW erklärt dazu zwei Dinge, die Du unbedingt mitnehmen solltest:

  • AutoCharge funktioniert nur mit kompatiblen Fahrzeugmodellen (die App zeigt Dir „AutoCharge verfügbar“ an, wenn Dein Modell unterstützt wird).
  • AutoCharge ist an bestimmte Schnellladepunkte gebunden: laut EnBW an Schnellladesäulen, die EnBW in Deutschland selbst betreibt, sowie an Schnellladepunkten des Partners SMATRICS EnBW in Österreich.

AutoCharge aktivieren: Schritt für Schritt

EnBW beschreibt die Aktivierung in der App sehr konkret. So gehst Du vor:

  1. In der EnBW mobility+ App Dein Profil öffnen und Dein Fahrzeugmodell auswählen.
  2. Wenn Dein Auto kompatibel ist, siehst Du „AutoCharge verfügbar“ und ein AutoCharge-Icon.
  3. AutoCharge in der App bestätigen/aktivieren.
  4. Dann fordert Dich die App auf, zu einer passenden EnBW-Ladesäule zu fahren.
  5. An der Säule in der App genau diese Säule auswählen – wichtig: Stecker noch nicht einstecken, bis die Registrierung durch ist.
  6. „Jetzt aktivieren“ drücken und bestätigen, dass noch kein Stecker steckt.
  7. Nach erfolgreicher Aktivierung steckst Du ein – ab dem nächsten Mal läuft es automatisch.

Wenn Du Dein Auto verkaufst oder ein Leasingfahrzeug zurückgibst, solltest Du AutoCharge in der App wieder deaktivieren. EnBW weist darauf hin, dass sonst theoretisch jemand anderes auf Deine Kosten laden könnte – und dass Du in der App eine Benachrichtigung bekommst, wenn ein AutoCharge-Ladevorgang startet.

AutoCharge vs. Plug&Charge (ISO 15118): Wo ist der Unterschied?

Beides fühlt sich ähnlich an: Einstecken → Authentifizierung → Laden startet. EnBW grenzt aber klar ab:

  • Plug&Charge basiert auf dem Standard ISO 15118 und braucht eine komplexere Infrastruktur (Zertifikate/„digitaler Fingerabdruck“).
  • AutoCharge identifiziert laut EnBW „nur“ das Auto über einen Identifier (EnBW nennt hier eine MAC-Adresse als Kennung) und setzt CCS (Combined Charging System) voraus.

Für Dich heißt das: AutoCharge ist eine sehr bequeme Lösung innerhalb der EnBW-Welt (und den genannten Partner-Schnellladern), während Plug&Charge als Standardidee breiter gedacht ist – aber nicht überall verfügbar ist.

Wo kannst Du EnBW mobility+ nutzen?

EnBW beschreibt das Laden mit der App an über 900.000 Ladepunkten. Für die EnBW mobility+ Ladekarte nennt EnBW außerdem eine Liste von Ländern, in denen sie im HyperNetz nutzbar ist: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Polen, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien und Tschechien.

Alternativen: Wenn Du den connect-Test als Entscheidungshilfe nutzt

connect listet im gleichen Testfeld weitere eMSPs, die Du als Alternative oder Ergänzung auf dem Handy haben kannst (je nachdem, wo Du lädst): zum Beispiel EWE Go, Maingau, Plugsurfing, Shell Recharge oder Charge Now. Der praktische Punkt dabei ist weniger „entweder oder“, sondern: Manche Apps liefern Dir an bestimmten Standorten bessere Preise oder Funktionen – connect bewertet hier vor allem App-Umfang und Nutzererlebnis.

Fazit: Was die connect-Auszeichnung für Dich im Alltag bedeutet

Wenn Du eine Lade-App suchst, die viel Netzabdeckung mit starken App-Funktionen kombiniert, ist die connect-Auszeichnung ein brauchbarer Hinweis – weil sie auf realen Testfahrten und einer strukturierten Bewertung basiert. Der größte Mehrwert für Dich steckt in den Details: Preis vorab sehen, nach Preis filtern, „Besetzt seit“ zur besseren Einschätzung – und, wenn Dein Auto passt, AutoCharge für „einstecken und laden“ an passenden EnBW-Schnellladern.

FAQ

Wie erkenne ich in der EnBW mobility+ App, was mich das Laden kostet?

Du klickst den gewünschten Ladestandort in der App an: Dort wird der aktuell gültige kWh-Preis angezeigt. Vor dem Start des Ladevorgangs wird der Preis für den ausgewählten Ladepunkt nochmal eingeblendet.

Sind die Preise bei anderen Betreibern in den Tarifen S, M und L unterschiedlich?

Nein. EnBW schreibt, dass die Preise an Ladepunkten anderer Betreiber in allen EnBW mobility+ Tarifen gleich sind. Der konkrete Preis hängt vom jeweiligen Ladepunkt ab und steht in der App.

Was bringt mir AutoCharge konkret?

Wenn Dein Auto kompatibel ist und AutoCharge aktiviert wurde, startet der Ladevorgang an passenden EnBW-Schnellladern automatisch nach dem Einstecken – ohne dass Du App oder Ladekarte zum Start brauchst. Abgerechnet wird über die in der App hinterlegte Zahlmethode.

In welchen Ländern kann ich die EnBW mobility+ Ladekarte nutzen?

Laut EnBW ist die Ladekarte im EnBW HyperNetz in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Polen, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien und Tschechien nutzbar.

Quellen