Karlsruhe, 21. Januar 2026 – EnBW beschreibt AutoCharge für Schnellladepunkte
EnBW hat in einem Blogbeitrag vom 21.01.2026 erklärt, wie die Funktion AutoCharge an EnBW-Ladesäulen funktioniert. Dabei startet der Ladevorgang an AutoCharge-fähigen Schnellladepunkten automatisch, sobald du dein E-Auto per CCS anschließt – ohne dass du an der Säule erst App oder Ladekarte zum Starten zücken musst. Relevant ist das vor allem, wenn du unterwegs schnell laden willst und den Startvorgang so „hands-off“ wie möglich halten möchtest.
Was AutoCharge bei EnBW konkret macht (und was nicht)
AutoCharge ist bei EnBW eine Komfortfunktion fürs Starten des Ladevorgangs: Du steckst an einer passenden EnBW-Schnellladesäule an, und der Ladevorgang beginnt automatisch. Die Abrechnung läuft dabei über dein EnBW-mobility+-Profil und den dort gebuchten Tarif – ohne Zusatzkosten für die AutoCharge-Funktion selbst.
Wichtig: AutoCharge ersetzt nicht dein Kundenkonto. Du brauchst weiterhin ein aktives EnBW-mobility+-Profil mit gebuchtem Ladetarif, weil darüber abgerechnet wird. AutoCharge nimmt dir nur den Schritt ab, den Ladevorgang jedes Mal manuell per App oder Ladekarte zu starten.
Voraussetzungen: Damit AutoCharge bei dir überhaupt starten kann
Laut EnBW müssen für AutoCharge drei Dinge zusammenkommen:
- EnBW mobility+ Konto + gebuchter Ladetarif (aktives Profil in der App).
- Dein Fahrzeug unterstützt AutoCharge – das prüfst du direkt in der EnBW mobility+ App, nachdem du dein Modell im Profil ausgewählt hast.
- CCS-Anschluss am Fahrzeug (AutoCharge ist nicht für AC- oder CHAdeMO-Ladepunkte vorgesehen).
EnBW nennt außerdem eine konkrete Einschränkung: Bei Modellen von Cupra, Škoda und Volkswagen sei AutoCharge aktuell abhängig von Modell und Software-Version aus technischen Gründen deaktiviert. In der EnBW-Pressekommunikation wird zudem erwähnt, dass AutoCharge bei Volkswagen, Škoda und Seat herstellerseitig nicht freigeschaltet sei (Stand der dortigen Veröffentlichung).
So aktivierst du AutoCharge in der EnBW mobility+ App (einmalig)
AutoCharge ist kein Schalter, den du einfach irgendwo umlegst und dann „magisch“ überall nutzen kannst. EnBW beschreibt einen Registrierungsprozess, der vor Ort an einer passenden EnBW-Ladesäule durchgeführt wird. Der Ablauf in der App ist dabei sinngemäß:
- Fahrzeug in der App auswählen: In deinem Profil wählst du dein E-Auto-Modell aus. Wenn es kompatibel ist, wird es in der App als „AutoCharge verfügbar“ angezeigt.
- AutoCharge aktivieren: Du bestätigst in der App, dass du AutoCharge nutzen möchtest.
- Zur passenden EnBW-Ladesäule fahren: Die App führt dich zur Registrierung an einer AutoCharge-fähigen EnBW-Säule.
- Wichtig bei der Registrierung: EnBW weist darauf hin, dass der Stecker noch nicht im Auto stecken soll, bevor die Registrierung abgeschlossen ist.
Wenn du danach an einer AutoCharge-fähigen EnBW-Schnellladesäule einfach einsteckst, soll der Ladevorgang automatisch starten. EnBW nennt als Orientierung, dass es nach dem Einstecken kurz dauern kann, bis die Kommunikation zwischen Auto und Säule steht – im Bereich von 10 bis 60 Sekunden.
Wo du AutoCharge nutzen kannst: EnBW in Deutschland – plus SMATRICS EnBW in Österreich
EnBW macht zwei Aussagen, die für die Praxis entscheidend sind:
- In Deutschland seien rund 95 % der CCS-Ladepunkte von EnBW AutoCharge-fähig; darunter fallen laut EnBW alle EnBW-Schnellladesäulen > 100 kW.
- AutoCharge ist außerdem an Schnellladepunkten von SMATRICS EnBW in Österreich nutzbar; EnBW nennt in den FAQ 130 Schnellladepunkte in Österreich, die über den Filter in der App angezeigt werden.
Ganz praktisch heißt das: Du findest AutoCharge-Standorte über die Filterfunktion in der EnBW mobility+ App (Filter „AutoCharge“ bzw. Zugangsmöglichkeit AutoCharge). EnBW betont außerdem, dass AutoCharge derzeit an Schnellladesäulen möglich ist, die EnBW in Deutschland sowie der Partner SMATRICS in Österreich betreibt.
Was kostet AutoCharge?
EnBW sagt klar: Für AutoCharge selbst fallen keine Zusatzkosten an. Abgerechnet wird der Ladevorgang über das dem Fahrzeug zugeordnete Nutzerprofil und den von dir gebuchten Tarif. Deine Ladevorgänge und Rechnungen siehst du weiterhin in deinem EnBW-Account.
AutoCharge vs. Plug & Charge: Warum das nicht dasselbe ist
EnBW ordnet AutoCharge als Funktion ein, die sich für dich ähnlich anfühlt wie Plug & Charge: Du steckst an und es geht los. Der Unterschied liegt im Hintergrund: Plug & Charge ist als automatisiertes Laden/Authentifizieren in der Normenwelt eng mit ISO 15118 verknüpft. AutoCharge wird in technischen Einordnungen als alternative, nicht identische Lösung beschrieben, die ebenfalls automatisches Starten ermöglicht, aber nicht dasselbe Standardverfahren wie Plug & Charge nutzt.
Für dich als Nutzer ist der wichtigste Punkt: Wenn du „automatisch laden“ willst, ist entscheidend, welche Funktion dein Auto und welcher Betreiber an genau dem Ladepunkt unterstützt. Bei EnBW ist AutoCharge an vielen eigenen HPC-Ladepunkten vorgesehen – Plug & Charge ist davon zu unterscheiden.
Was passiert, wenn AutoCharge aktiviert ist – kannst du trotzdem App oder Ladekarte nutzen?
Ja. EnBW schreibt, dass App und Ladekarte weiterhin normal nutzbar bleiben. AutoCharge wird laut EnBW nur dann ausgeführt, wenn du direkt einsteckst, ohne vorher per App oder Ladekarte zu starten. Das heißt: Das Medium, das du zuerst nutzt, „gewinnt“ den Start.
So beendest du einen AutoCharge-Ladevorgang
EnBW nennt mehrere Wege, wie du einen per AutoCharge gestarteten Ladevorgang beenden kannst: über die App, an der Ladesäule oder im Fahrzeug. Damit bleibt die Kontrolle bei dir – auch wenn der Start automatisch passiert.
AutoCharge deaktivieren (z. B. vor Verkauf, Leasing-Rückgabe oder Mietwagen)
Wenn du dein Auto verkaufst oder ein geleastes/gemietetes Fahrzeug zurückgibst, solltest du die AutoCharge-Verknüpfung entfernen. EnBW beschreibt dafür den Weg in der App: In deinem Profil in der EnBW mobility+ App gehst du in den Bereich „Ladekarten & AutoCharge“ und wählst dort „AutoCharge deaktivieren“, um den Löschvorgang zu bestätigen.
Praktische Tipps, damit AutoCharge im Alltag nicht nervt
- Vor der ersten Fahrt testen: Plane die erste Registrierung so, dass du ein paar Minuten Puffer hast – die Aktivierung passiert an einer passenden EnBW-Säule vor Ort.
- In der App gezielt filtern: Nutze den AutoCharge-Filter, statt dich auf „wird schon gehen“ zu verlassen.
- Wenn es nicht startet: kurz warten: EnBW nennt 10–60 Sekunden, bis die Kommunikation steht. Erst danach lohnt es sich, andere Schritte zu probieren.
- Bei Fahrzeugwechsel unbedingt deaktivieren: Gerade bei Verkauf/Leasing-Rückgabe ist das der saubere Abschluss, damit das Auto nicht weiter mit deinem Profil verknüpft bleibt.
FAQ
Kann ich AutoCharge auch an AC-Ladepunkten nutzen?
Nein. EnBW schreibt, dass AutoCharge an AC- und CHAdeMO-Ladepunkten nicht möglich ist.
Funktioniert AutoCharge auch bei anderen Betreibern über Roaming?
EnBW nennt AutoCharge aktuell für Schnellladesäulen, die EnBW in Deutschland sowie SMATRICS EnBW in Österreich betreibt. Für andere Betreiber verweist EnBW darauf, dass man daran arbeite und mit weiteren Betreibern im Austausch sei.
Wenn AutoCharge aktiv ist: Kann ich trotzdem manuell mit App oder Ladekarte starten?
Ja. Laut EnBW bleiben App und Ladekarte aktiv. AutoCharge greift nur, wenn du einsteckst, ohne vorher per App oder Ladekarte zu starten.
Kostet AutoCharge extra?
Nein. EnBW sagt, dass AutoCharge keine Zusatzkosten verursacht; abgerechnet wird zu den Konditionen deines gebuchten Tarifs über dein Zahlungsprofil.