Berlin, 21.11.2024 – IONITY beschreibt seine Deutschland-Strategie für Schnellladen
IONITY hat am 21. November 2024 in einem Podcast-Interview (veröffentlicht von electrive.net) erläutert, wie das Unternehmen im deutschen Schnelllademarkt auftreten will: mit einem klaren Fokus auf hochfrequentierte Standorte entlang der Autobahnen, sehr hoher Ladeleistung (bis zu 350 kW) und dem Ziel, das Laden für Dich als Fahrer einfacher und verlässlicher zu machen. Im Gespräch geht es außerdem darum, warum IONITY trotz vergleichsweise weniger DC-Ladepunkte einen großen Anteil der DC-Ladevorgänge abwickelt – und wo Nutzer heute noch über Probleme stolpern.
Worum es für Dich konkret geht: IONITY will Langstrecken-Laden „einfacher“ machen
Wenn Du mit dem E-Auto längere Strecken fährst, zählt vor allem eins: Du willst schnell laden, ohne Stress starten können und Dich darauf verlassen, dass der Ladevorgang klappt. Genau darauf zielt IONITY laut Podcast ab: Autobahn-Standorte, leistungsstarke Hardware und Funktionen wie Plug&Charge (also Laden ohne App-Gefummel an der Säule, wenn Auto und Vertrag das unterstützen).
Im Podcast wird auch ein Problem offen angesprochen, das viele kennen: Die Verlässlichkeit des deutschen Ladenetzwerks wird mit 89 Prozent beschrieben – also scheitert etwa jeder zehnte Versuch. IONITY sagt, man arbeite systematisch daran, die Ursachen zu finden (Technik, Kommunikation Auto–Säule, Bedienung) und die Nutzererfahrung zu verbessern.
Warum 350 kW an der Autobahn für Dich einen Unterschied machen
IONITY setzt laut Podcast seit Beginn auf Schnelllader mit bis zu 350 kW. Das ist vor allem für Fahrzeuge mit 800‑Volt-Systemen interessant, weil diese hohe Ladeleistungen besser ausnutzen können. Wichtig aus Nutzersicht: Hohe Maximalleistung heißt nicht automatisch, dass Dein Auto immer mit 350 kW lädt – das hängt von Deinem Fahrzeug, Akkustand, Temperatur und der Ladekurve ab. Aber: Ein Standort, der technisch „oben“ viel kann, nimmt Dir zumindest die Sorge, dass die Säule selbst der Flaschenhals ist.
IONITY beschreibt im Podcast außerdem, dass man Standorte bewusst auf Langstrecke ausrichtet – also dort, wo viele Reisende vorbeikommen. Das passt zu einer Beobachtung aus dem Interview: Bei IONITY sei der Sonntag der stärkste Tag, was gut zu Rückreiseverkehr auf Autobahnen passt.
Plug&Charge bei IONITY: Was es ist – und was Du dafür brauchst
Ein zentrales Thema im Podcast ist Plug&Charge. IONITY bietet Plug&Charge auf Basis des Standards ISO 15118 an. Die Idee dahinter: Du steckst an, das Auto authentifiziert sich automatisch über Zertifikate – und der Ladevorgang startet, ohne dass Du an der Säule erst eine App öffnen oder eine Karte vorhalten musst.
So funktioniert Plug&Charge (vereinfacht)
- Dein Auto und die Ladesäule unterstützen Plug&Charge (ISO 15118).
- Du hast einen passenden Vertrag/Account, über den die Abrechnung läuft (z. B. über einen Ladeanbieter, der Plug&Charge für Dein Fahrzeug freigeschaltet hat).
- Beim Einstecken tauschen Auto und Säule die nötigen Informationen aus, die Freigabe erfolgt automatisch.
Wichtig: Plug&Charge kann auch Fehler auslösen
Im Podcast wird ein sehr praxisnaher Punkt genannt: Plug&Charge ist bei vielen Fahrzeugen standardmäßig aktiviert, aber nicht immer korrekt konfiguriert. Das kann dazu führen, dass Du immer wieder dieselbe Fehlermeldung bekommst, obwohl die Ursache eigentlich in der Plug&Charge-Konfiguration liegt. Wenn Du also an einer Säule wiederholt nicht starten kannst, ist ein sinnvoller Test: Plug&Charge im Fahrzeug (oder im zugehörigen Hersteller-/Charging-Account) prüfen und – falls möglich – testweise deaktivieren und den Ladevorgang klassisch per App/Karte starten.
So kannst Du bei IONITY bezahlen: App, Ladekarte – und teils Kartenterminal
Für Dich ist entscheidend, wie Du den Ladevorgang überhaupt startest und bezahlst. Laut IONITY-Support gibt es mehrere Wege:
- IONITY App: Du kannst Ladevorgänge über die App starten und bezahlen. Für spontanes Laden ohne Vorplanung nennt IONITY den Standardtarif IONITY Direct, bei dem Du über die App bezahlen kannst.
- RFID-/Ladekarten: Du kannst auch mit einer kompatiblen Ladekarte bzw. einem Roaming-Anbieter laden (IONITY nennt die App auch als Backup, falls eine Karte nicht funktioniert).
- Ad-hoc per Bankkarte: An ausgewählten IONITY-Stationen gibt es laut Support NFC-Kartenterminals für direktes Bezahlen mit Debit-/Kreditkarte.
Wenn Du vor der Fahrt sicher sein willst, welche Option an einem konkreten Standort klappt, nutze die IONITY-Karte in der App bzw. die Standortinfos im IONITY-Netzwerkstatus.
Was kostet Laden bei IONITY? (Tarife, die Du kennen solltest)
IONITY arbeitet mit einem Standard-/Spontan-Tarif und optionalen Abo-Modellen. Aus Nutzersicht ist das der Kern:
- IONITY Direct: spontanes Laden ohne Abo (Bezahlung über die App).
- IONITY Passport / Motion / Power: Abo-Modelle, die den kWh-Preis senken können. Für Deutschland wird in einer IONITY-Presseinformation (Jan 2024) für „IONITY Passport“ ein Preis von 0,49 EUR/kWh genannt.
Da Preise und Tarifnamen sich über die Zeit ändern können, ist für Deine konkrete Rechnung am zuverlässigsten: direkt in der IONITY-App bzw. auf der offiziellen IONITY-Seite zu den aktuellen Subscriptions nachsehen, bevor Du Dich festlegst.
Wenn ein Ladevorgang scheitert: Das kannst Du direkt vor Ort tun
Der Podcast macht klar: Ein Teil der Probleme entsteht durch die „Übersetzung“ zwischen Auto, Säule und Authentifizierung. Wenn Du an einem IONITY-HPC stehst und es hakt, helfen Dir diese Schritte, ohne dass Du raten musst:
- 1) Anderen Startweg testen: Wenn Plug&Charge aktiv ist und es nicht startet, versuche den Start über App oder Ladekarte.
- 2) Anderen Ladepunkt am selben Standort wählen: Wenn ein einzelner Ladepunkt zickt, kann ein anderer am gleichen Park funktionieren.
- 3) Standort in der IONITY-App prüfen: In der Karte siehst Du, wo IONITY-Stationen sind und kannst gezielt dorthin navigieren.
- 4) Support nutzen: IONITY setzt laut Podcast auf eine 24/7-Hotline in mehreren Sprachen, die im Problemfall helfen soll (z. B. wenn Du mit niedrigem Akkustand festhängst).
Was Du aus dem Podcast für Deine nächste Autobahnfahrt mitnehmen kannst
Unterm Strich ist die Nachricht für Dich weniger „Markt“, sondern sehr konkret Alltag: IONITY will, dass Du auf der Langstrecke schnell laden kannst – und dass Start/Bezahlung weniger fehleranfällig werden. Gleichzeitig zeigt das Interview: Es gibt weiterhin echte Stolpersteine (z. B. Plug&Charge-Konfiguration, Kommunikation Auto–Säule). Wenn Du das im Hinterkopf behältst und vor der Fahrt einmal die IONITY-App (Standorte, Zahlungsoptionen, Tarife) checkst, bist Du deutlich entspannter unterwegs.
FAQ
Kann ich bei IONITY ohne Registrierung laden?
IONITY nennt dafür den Standardtarif „IONITY Direct“, bei dem spontanes Laden und Bezahlen über die Smartphone-App möglich ist.
Gibt es bei IONITY Kartenzahlung direkt an der Säule?
Laut IONITY-Support gibt es an ausgewählten Stationen NFC-Zahlterminals für Ad-hoc-Zahlung mit Debit-/Kreditkarte. Das ist nicht an jedem Standort garantiert – prüfe es am besten in den Standortdetails.
Was ist Plug&Charge bei IONITY?
Plug&Charge ist eine ISO‑15118-basierte Funktion, bei der sich Dein Auto an der Ladesäule automatisch authentifiziert und der Ladevorgang ohne App/Karte starten kann – wenn Fahrzeug und Vertrag das unterstützen.
Warum klappt Plug&Charge manchmal nicht?
Im Podcast wird beschrieben, dass Plug&Charge bei vielen Fahrzeugen zwar aktiviert ist, aber nicht immer korrekt konfiguriert. Dann kann es zu wiederholten Fehlermeldungen kommen. In so einem Fall hilft es, die Plug&Charge-Einstellungen zu prüfen und testweise per App oder Ladekarte zu starten.