EnBW mobility+ ist AUTO BILD Testsieger – was steckt hinter der Auszeichnung?
EnBW mobility+ und das EnBW HyperNetz wurden erneut von AUTO BILD ausgezeichnet. Konkret geht es um zwei Dinge: Zum einen um den HPC-Ladenetz-Vergleich 2025 (also Schnellladen mit High Power Charging), in dem EnBW mit dem HyperNetz den Gesamttestsieg holt. Zum anderen um einen Vergleich der freien Ladeanbieter, in dem die EnBW mobility+ App als „Beste Lade-App“ ausgezeichnet wurde – und zwar mit Topwerten in Funktionalität und Bedienbarkeit.
Für Dich als Fahrer zählt am Ende nicht das Siegel an sich, sondern die Frage: Wird Laden unterwegs dadurch einfacher, planbarer und weniger nervig? Genau darum geht’s in diesem Artikel: Was wurde getestet, was bedeutet „HyperNetz“ in der Praxis – und wie nutzt Du EnBW mobility+ so, dass es im Alltag wirklich hilft.
Was AUTO BILD beim Schnellladenetz (HPC) überhaupt bewertet hat
Im AUTO BILD HPC-Ladenetz-Vergleich 2025 wurden laut EnBW drei Kategorien berücksichtigt: HPC-Netzwerk, Kosten und (neu) Nutzerkomfort. Die Ergebnisse fließen in eine Gesamtwertung ein. Beim Nutzerkomfort wurden E-Autofahrer befragt, was ihnen beim öffentlichen Laden wichtig ist – genannt werden unter anderem technische Verfügbarkeit, Ladeabbrüche, Anzahl verfügbarer Ladepunkte, maximale Ladeleistung pro Standort sowie POIs (Points of Interest) in der Umgebung.
EnBW hebt hervor, dass das HyperNetz im Test vor allem bei Anzahl der HPC-Ladepunkte, Anzahl der Standorte und geografischer Verteilung in Deutschland stark punktet. In der Kategorie „Kosten“ landet EnBW im EnBW-Beitrag nicht auf Platz 1 – dort wird ein mittleres Ergebnis beschrieben, weil sowohl Ad-hoc-Preis als auch ein Tarif ohne monatliche Grundgebühr (EnBW mobility+ Ladetarif S) in die Bewertung einfließen.
Was ist das EnBW HyperNetz – und warum ist das für Dich relevant?
Wenn Du „EnBW HyperNetz“ liest, geht es nicht nur um EnBW-eigene Standorte. EnBW nutzt den Begriff für ein Ladenetz, das EnBW-eigene Ladepunkte und Roaming-Ladepunkte anderer Betreiber in einer App bzw. über eine Ladekarte bündelt. Praktisch heißt das: Du suchst in einer App, startest Ladevorgänge über dieselbe Oberfläche (oder Karte) und bekommst die Abrechnung über denselben Anbieter.
Warum das im Alltag hilft: Wenn Du unterwegs bist, willst Du nicht erst herausfinden, welche App zu welcher Säule gehört. Ein großes, gut verteiltes Schnellladenetz senkt außerdem das Risiko, dass Du für die nächste passende HPC-Säule einen Umweg fahren musst.
So nutzt Du EnBW mobility+ als Endnutzer: Schritt für Schritt
1) App installieren und Konto anlegen
Die EnBW mobility+ App ist der zentrale Einstieg: Du findest Ladepunkte, siehst Preise in der App und kannst Ladevorgänge starten und bezahlen. (Wenn Du lieber ohne App lädst, ist je nach Standort auch Ad-hoc-Laden möglich – dazu gleich mehr.)
2) Ladepunkt finden: Filter, Leistung, Verfügbarkeit
Im Alltag sind drei Dinge entscheidend:
- Leistung: Für die Langstrecke willst Du meist HPC (High Power Charging, also Schnellladen).
- Status: Frei vs. belegt – und ob es Hinweise auf Störungen gibt.
- Umgebung: Wenn Du 15–30 Minuten lädst, sind Toiletten, Einkauf oder Gastronomie Gold wert. Genau solche POIs wurden im Test als relevanter Komfortfaktor genannt.
3) Ladevorgang starten: App, Ladekarte – oder automatisch
Du hast bei EnBW grundsätzlich mehrere Wege, einen Ladevorgang zu starten:
- Per App: Ladepunkt auswählen und freischalten.
- Per EnBW-Ladekarte: Karte anhalten, dann anstecken.
- AutoCharge (automatischer Start nach dem Einstecken): Wenn Dein Auto kompatibel ist und Du es einmalig eingerichtet hast, startet der Ladevorgang nach dem Anstecken automatisch – ohne App-Gefummel am Regenabend.
AutoCharge bei EnBW: So funktioniert das automatische Laden konkret
AutoCharge ist eine Komfortfunktion im EnBW HyperNetz: Du steckst an, und der Ladevorgang startet automatisch. Laut EnBW wird AutoCharge in der EnBW mobility+ App im Bereich „Ladekarten & AutoCharge“ verwaltet (dort kannst Du es auch deaktivieren). EnBW schreibt außerdem, dass nahezu alle EnBW-HPC-Säulen (>100 kW) für AutoCharge genutzt werden können.
Wichtig für Dich: AutoCharge ist nicht dasselbe wie „Plug & Charge“ nach ISO 15118. Bei EnBW wird beim AutoCharge-Ansatz die Zuordnung des Fahrzeugs zu Deinem Konto technisch anders gelöst (EnBW hat das als eigene Funktion eingeführt). Wenn Du also in Deinem Auto bereits „Plug & Charge“ kennst, ist das ein verwandtes Ziel (automatisches Starten), aber nicht automatisch identisch in der Umsetzung.
AutoCharge aktivieren: Was Du praktisch tun musst
- In der EnBW mobility+ App AutoCharge im Profilbereich aufrufen ("Ladekarten & AutoCharge").
- Einmalig freischalten und anschließend an einer passenden EnBW-Schnellladesäule nutzen, damit es aktiv ist.
- Danach reicht beim nächsten Mal einstecken, damit der Ladevorgang automatisch startet.
Wenn Du AutoCharge nicht (mehr) willst, kannst Du es laut EnBW in der App wieder deaktivieren.
Preise & Tarife: Was Du vor dem Losfahren wissen solltest
Im AUTO BILD Vergleich spielen Kosten eine Rolle – und genau hier lohnt es sich, einmal sauber zu unterscheiden:
- Ad-hoc-Laden: Laden ohne Vertrag/ohne Tarifbindung (z. B. per QR-Code/Bezahlweg am Ladepunkt). Das ist bequem für „einmal schnell“, aber im Vergleich oft teurer.
- Laden mit EnBW mobility+ Tarif: Du lädst über App oder Ladekarte zu den in der App ausgewiesenen Konditionen.
EnBW selbst beschreibt, dass im Test bei den Kosten der Ad-hoc-Preis und ein Tarif ohne monatliche Grundgebühr (Ladetarif S) berücksichtigt wurden. Zusätzlich nennt EnBW auf der Tarife-Seite eine Blockiergebühr: Ab einer Anschlusszeit von über 4 Stunden fallen 10 Cent pro zusätzlicher Minute an, gedeckelt auf 12,00 € pro Ladevorgang.
Warum die App-Preisanzeige für Dich entscheidend ist
Gerade bei Roaming-Ladepunkten (also nicht EnBW-eigenen Säulen) können die Konditionen je nach Betreiber abweichen. Für Dich ist deshalb die wichtigste Regel: Schau vor dem Start in der EnBW mobility+ App auf den Preis am konkreten Ladepunkt – dann gibt es beim Abrechnen keine Überraschung.
Alternativen: Was, wenn Du nicht EnBW nutzen willst?
Im AUTO BILD HPC-Vergleich 2025 werden neben EnBW auch andere Anbieter genannt, die in einzelnen Kategorien stark sind (z. B. günstigster Anbieter, höchste Ladeleistung, Nutzerkomfort). Wenn Du viel unterwegs bist, kann es sinnvoll sein, mindestens eine Alternative parat zu haben – nicht als „Tarif-Sammelwut“, sondern als Backup, falls ein Standort voll oder gestört ist.
Für den Alltag heißt das: Entscheide Dich für eine Haupt-App, mit der Du die meisten Fälle abdeckst – und halte eine zweite Option bereit, falls Du an einem Standort stehst, der mit Deiner Haupt-App nicht sinnvoll nutzbar ist.
Was bedeutet die AUTO BILD Auszeichnung unterm Strich für Dich?
- Planbarkeit: Ein dichtes HPC-Netz senkt das Risiko, dass Du „um die letzte freie Säule kämpfen“ musst.
- Komfort: Gute App-Bedienbarkeit und Funktionen (inkl. AutoCharge) sparen Zeit und Nerven.
- Kostenbewusstsein: EnBW gewinnt nicht automatisch die Kostenwertung – Du solltest Preise in der App prüfen und Ad-hoc nur nutzen, wenn es für Dich passt.
FAQ
Was genau hat AUTO BILD bei EnBW ausgezeichnet?
EnBW mobility+ wurde im AUTO BILD HPC-Ladenetz-Vergleich 2025 zusammen mit dem EnBW HyperNetz als Testsieger ausgezeichnet. Zusätzlich wurde die EnBW mobility+ App im Vergleich der freien Ladeanbieter als „Beste Lade-App“ ausgezeichnet (u. a. für Funktionalität und Bedienbarkeit).
Kann ich an EnBW-Schnellladern ohne App laden?
Im Test wird der Ad-hoc-Preis als eigene Kostenkomponente erwähnt – das deutet auf Ad-hoc-Laden hin. Welche Ad-hoc-Option am konkreten Standort verfügbar ist, siehst Du am Ladepunkt bzw. in der EnBW-App am jeweiligen Standort.
Was ist AutoCharge bei EnBW – und wie aktiviere ich es?
AutoCharge ist das automatische Starten des Ladevorgangs nach dem Einstecken, ohne dass Du jedes Mal App oder Ladekarte brauchst. Du verwaltest es in der EnBW mobility+ App unter „Ladekarten & AutoCharge“ und kannst es dort auch deaktivieren.
Gibt es bei EnBW eine Blockiergebühr?
Ja. EnBW nennt eine Blockiergebühr ab einer Anschlusszeit von über 4 Stunden: 10 Cent pro zusätzlicher Minute, maximal 12,00 € pro Ladevorgang.