Berlin, 01. März 2026 – Ionity senkt Preise fürs spontane Schnellladen
Ionity hat in Deutschland die Preise für das Ad-hoc-Laden gesenkt: Der Tarif „Ionity Direct“ liegt jetzt bei 0,69 €/kWh, der App-Tarif „Ionity Go“ bei 0,66 €/kWh. Relevant ist das für Dich vor allem dann, wenn Du unterwegs ohne langfristigen Vertrag schnell nachladen willst – etwa auf der Autobahn oder auf längeren Strecken.
Öffentlich laden: Warum der Preisunterschied so stark auffällt
Wenn Du zu Hause nicht (oder nicht oft) laden kannst, wird der Strompreis an öffentlichen Säulen schnell zum größten Kostenfaktor. Genau das greift der AUTO-BILD-Artikel auf: Öffentliches Laden ist für viele spürbar teurer als Laden am Haushaltsstromtarif. Als Vergleich nennt der Beitrag einen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis für Bestandskunden von 31,1 Cent/kWh (Stand: Februar 2026) – und stellt dem deutlich höhere Schnellladepreise gegenüber.
Das Problem im Alltag: An vielen Ladesäulen siehst Du den Preis nicht wie an einer Zapfsäule. Du erfährst ihn meist erst in der App oder beim Starten des Ladevorgangs. Genau deshalb ist eine klare Tarifstruktur (und das Wissen, welchen Tarif Du gerade nutzt) beim Schnellladen so wichtig.
Die Ionity-Tarife in Deutschland: Direct, Go und die Abo-Optionen
Ionity unterscheidet bei den für Endnutzer relevanten Angeboten grob zwischen spontanem Laden ohne Abo und Abos für Viellader. Laut Ionity und dem im Quellartikel beschriebenen Stand gelten in Deutschland diese Preise:
- Ionity Direct: 0,69 €/kWh (Ad-hoc)
- Ionity Go: 0,66 €/kWh (Zugang über die Ionity-App)
- Ionity Power: 0,39 €/kWh mit 11,99 € pro Monat
- Ionity Motion: 0,49 €/kWh mit 5,99 € pro Monat
- Ionity Power 365: 0,39 €/kWh als Jahresoption für 119,99 € (einmalig)
- Ionity Motion 365: 0,49 €/kWh als Jahresoption für 59,90 € (einmalig)
Wichtig für die Praxis: Die kWh-Preise sind das eine – die Grundgebühr entscheidet, ob sich ein Abo für Dich lohnt. Wenn Du Ionity nur ein paar Mal im Jahr nutzt, kann „Direct“ oder „Go“ trotz höherem kWh-Preis unterm Strich günstiger sein. Wenn Du regelmäßig an Ionity-HPC lädst, kann das Abo den kWh-Preis massiv drücken.
So nutzt Du Ionity Direct und Ionity Go konkret
1) Ionity Direct (Ad-hoc)
„Direct“ ist das, was viele als „spontan laden“ verstehen: Du startest den Ladevorgang ohne Abo zum festen kWh-Preis. Der Quellartikel nennt „Direct“ ausdrücklich als Ad-hoc-Tarif und beziffert ihn jetzt mit 0,69 €/kWh.
2) Ionity Go (App-Tarif)
„Go“ läuft über die Ionity-App und ist laut Quellartikel günstiger als „Direct“ (0,66 €/kWh). Für Dich heißt das: Wenn Du ohnehin mit dem Smartphone lädst und die App nutzt, kann allein der Tarifwechsel von „Direct“ auf „Go“ pro kWh einen Unterschied machen.
Wann lohnt sich Power oder Motion? Eine einfache Rechenlogik
Du musst dafür keine Wissenschaft draus machen – entscheidend ist, wie viele kWh Du pro Monat an Ionity lädst.
- Power vs. Direct: Preisvorteil pro kWh = 0,69 – 0,39 = 0,30 €/kWh. Um die 11,99 € Grundgebühr reinzuholen, brauchst Du etwa 40 kWh Ionity-Ladung im Monat (11,99 / 0,30 ≈ 39,97).
- Motion vs. Direct: Preisvorteil pro kWh = 0,69 – 0,49 = 0,20 €/kWh. Um die 5,99 € Grundgebühr reinzuholen, brauchst Du etwa 30 kWh im Monat (5,99 / 0,20 ≈ 29,95).
- Power vs. Go: Preisvorteil pro kWh = 0,66 – 0,39 = 0,27 €/kWh → Break-even bei rund 45 kWh (11,99 / 0,27 ≈ 44,4).
- Motion vs. Go: Preisvorteil pro kWh = 0,66 – 0,49 = 0,17 €/kWh → Break-even bei rund 36 kWh (5,99 / 0,17 ≈ 35,2).
Wenn Du also z. B. auf einer Urlaubsfahrt einmalig 60–80 kWh bei Ionity lädst, kann sich ein Monatsabo schon für genau diesen Monat rechnen – je nachdem, ob Du eher „Motion“ oder „Power“ brauchst.
Was bedeutet „HPC“ bei Ionity – und was bringen 600 kW in der Praxis?
Ionity betreibt High-Power-Charging-Standorte (HPC). Der Quellartikel beschreibt Ionity als sehr schnelles Ladenetz und nennt als nächsten Schritt 600-kW-Stationen, die zuerst in Frankreich in Betrieb gingen und später auch nach Deutschland kommen sollen. Außerdem wird die Aussage wiedergegeben, dass damit in unter acht Minuten Energie für 300 km Reichweite nachgeladen werden könne.
Für Dich als Nutzer ist dabei entscheidend: Selbst wenn eine Säule technisch sehr hohe kW-Zahlen kann, hängt die reale Ladeleistung davon ab, was Dein Auto (und der Akku-Zustand) annehmen kann. Der praktische Vorteil von sehr leistungsfähigen Säulen ist trotzdem klar: Du hast an einem Standort eine Infrastruktur, die auch für kommende Fahrzeuggenerationen ausgelegt ist – und Du kannst bei passenden Autos sehr kurze Stopps erreichen.
Warum Ionity die Preise senkt: Was Du als Fahrer direkt davon hast
Die Preissenkung betrifft vor allem Menschen, die ohne Abo laden (Direct) oder per App ohne Viellader-Abo (Go). Wenn Du bisher spontan bei Ionity geladen hast, sinken Deine Kosten pro kWh unmittelbar. Und wenn Du ohnehin mehrere Lade-Apps nutzt, ist das ein weiterer Grund, Ionity bei der Routenplanung wieder stärker zu berücksichtigen – vor allem auf Strecken, auf denen Ionity-Standorte gut liegen.
Praktische Tipps: So vermeidest Du beim Schnellladen unnötige Kosten
- Vor dem Start den Tarif checken: In der App siehst Du, ob Du gerade „Direct“, „Go“ oder ein Abo aktiv hast.
- Für Reise-Monate rechnen: Wenn Du weißt, dass ein langer Trip ansteht, rechne kurz durch, ob „Motion“ oder „Power“ für diesen Monat günstiger ist (siehe Break-even oben).
- App statt Roaming bevorzugen: Der Quellartikel betont, dass individuelle Verträge bzw. das Bezahlen über App/Karte des Betreibers günstiger sein kann als Roaming.
- Preise vor Ort nicht erwarten: Da viele Säulen die Preise nicht anzeigen, plane mit App-Check, bevor Du einsteckst.
FAQ
Was kostet Ionity Ad-hoc-Laden in Deutschland seit der Senkung?
Laut Quellartikel liegt Ionity Direct jetzt bei 0,69 €/kWh, Ionity Go bei 0,66 €/kWh.
Was kostet Ionity mit Abo?
Die Viellader-Tarife liegen laut Quellartikel bei 0,39 €/kWh (Power) bzw. 0,49 €/kWh (Motion). Die monatlichen Gebühren betragen 11,99 € (Power) und 5,99 € (Motion). Zusätzlich gibt es Jahresoptionen (Power 365 / Motion 365) mit einmaliger Zahlung.
Wie viele Ionity-Ladepunkte gibt es in Europa?
Der Quellartikel nennt knapp 6000 HPC-Ladepunkte an rund 850 Standorten in Europa.
Kommt Ionity-600-kW-Laden nach Deutschland?
Der Quellartikel berichtet, dass Ionity in Frankreich erste 600-kW-Stationen in Betrieb genommen hat und diese „demnächst“ auch nach Deutschland kommen sollen.