TankE bietet THG-Quoten-Vermarktung für E-Flotten und Fuhrparks an

TankE bietet THG-Quoten-Vermarktung für E-Flotten und Fuhrparks an

Köln, 7. April 2026 – TankE bündelt THG-Quoten für elektrische Flotten

In Köln bietet die TankE GmbH Unternehmen eine gebündelte Vermarktung der THG-Quote für rein elektrische Flotten und Fuhrparks an. Das Ziel: Halter von vollelektrischen Dienstwagen, PKW-Flottenfahrzeugen sowie leichten und schweren Nutzfahrzeugen (bis hin zu E-LKW) sollen ihre jährliche THG-Prämie über TankE abwickeln können – mit wenig Aufwand, weil TankE die Vermarktung übernimmt und die Einnahmen abzüglich einer Transaktionsgebühr auszahlt. Relevant ist das für Dich vor allem dann, wenn Du in Deinem Unternehmen mehrere E-Fahrzeuge hast und die jährliche Beantragung nicht für jedes Fahrzeug einzeln „zusammenklicken“ willst.

Was ist die THG-Quote – und warum gibt es dafür Geld?

Die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote) ist ein marktbasiertes Klimaschutzinstrument: Unternehmen, die Kraftstoffe herstellen und vertreiben, haben gesetzliche Vorgaben, wie viel CO₂ sie verursachen dürfen. Wenn sie diese Vorgaben nicht erfüllen, werden Strafzahlungen fällig. Vollelektrische Fahrzeuge unterschreiten den gesetzlichen CO₂-Grenzwert und bekommen deshalb THG-Quoten zugeteilt. Diese Quoten können dann an quotenverpflichtete Unternehmen übertragen werden, damit diese ihre gesetzlichen Pflichten erfüllen.

Wichtig für Dich als Nutzer: Seit dem 1. Januar 2022 können Halter von vollelektrischen Fahrzeugen die THG-Quote nutzen, um eine jährliche Geldprämie zu erhalten. Die Abwicklung läuft dabei nicht „einfach so“ automatisch, sondern über Antrag/Einreichung und anschließend über die Vermarktung der Quote.

Welche Fahrzeuge zählen bei der THG-Quote im Fuhrpark?

Für die THG-Quote brauchst Du ein Fahrzeug, das ausschließlich mit Elektromotor als Antriebsart betrieben wird. TankE nennt hier ausdrücklich: reine Elektrofahrzeuge im Fuhrpark – also keine Hybrid-, Plug-in-Hybrid- oder Verbrennerfahrzeuge und auch keine Wasserstofffahrzeuge.

Für Flotten ist besonders relevant, dass nicht nur E-PKW zählen. Laut TankE können auch folgende Fahrzeugklassen registriert werden:

  • Leichte und schwere elektrische Nutzfahrzeuge der Klassen N1, N2 und N3
  • Elektrische Busse der Klasse M3

Außerdem: Das Fahrzeug kann gekauft, finanziert oder geleast sein – entscheidend ist, dass Du bzw. Dein Unternehmen als Fahrzeughalter im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) eingetragen bist.

So läuft die THG-Quote für Flotten praktisch ab (Schritt für Schritt)

TankE beschreibt das Prinzip so: Du lässt die eingesparten CO₂-Emissionen Deiner reinen Elektrofahrzeuge zertifizieren und verkaufst sie. In der Praxis passiert das über eine jährliche Pauschalprämie pro elektrischem Fahrzeug.

Wenn Du das als Fuhrpark sauber organisieren willst, hilft Dir diese Reihenfolge als Checkliste:

  • 1) Fahrzeugliste erstellen: Welche Fahrzeuge im Bestand sind rein elektrisch (BEV) und auf Dein Unternehmen zugelassen?
  • 2) Nachweis bereitlegen: Für die jährliche Beantragung wird laut TankE der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) benötigt.
  • 3) Jährlich beantragen: Die THG-Quote muss jedes Jahr neu beantragt werden.
  • 4) Vermarktung über Dienstleister: TankE übernimmt laut eigener Darstellung die komplette Vermarktung und zahlt Dir die Einnahmen abzüglich Transaktionsgebühr aus.

TankE erwähnt für Flotten außerdem einen organisatorischen Punkt: Um die jährliche Beantragung zu vereinfachen, wird zunächst ein Rahmenvertrag geschlossen. Neu hinzugekommene Fahrzeuge können dann im laufenden Jahr ebenfalls für die THG-Quote des aktuellen Jahres berücksichtigt werden, sofern die Unterlagen vorliegen.

Fristen: Bis wann musst Du die THG-Quote einreichen?

Für die Beantragung nennt TankE eine klare Frist: Für vollelektrische Fahrzeuge wird bis spätestens 15. Oktober die Zulassungsbescheinigung Teil I als Nachweis benötigt.

Das deckt sich auch mit Verbraucherinformationen, die den 15. Oktober als Stichtag für die Einreichung beim Umweltbundesamt (UBA) nennen. Wenn Du die THG-Quote über einen Vermittler einreichst, ist der praktische Tipp daher simpel: Plane intern so, dass die Fahrzeugschein-Kopien deutlich vor Mitte Oktober vollständig vorliegen (gerade bei großen Flotten, mehreren Standorten oder häufigen Halterwechseln).

Unterjährig zugelassen? Du bekommst trotzdem die Jahresvergütung – aber nur fürs aktuelle Jahr

Zwei Punkte aus dem TankE-FAQ sind für den Alltag wichtig:

  • Keine rückwirkende Auszahlung: Du kannst die THG-Quote nicht für das vorherige Jahr bekommen – nur für das aktuelle Jahr.
  • Volle Jahresvergütung trotz später Registrierung: Laut TankE erhältst Du die Vergütung in voller Höhe für das ganze Jahr, unabhängig davon, wann im Kalenderjahr Du registrierst (Beispiel im Text: auch bei Anmeldung im Oktober).

Was passiert bei Verkauf oder Halterwechsel mitten im Jahr?

Gerade in Fuhrparks kommt das ständig vor: Fahrzeuge werden verkauft, Leasing läuft aus, Halter wechseln. TankE beschreibt dazu zwei Szenarien:

  • Die THG-Quote wurde noch nicht beantragt: Dann kann der neue Fahrzeughalter die Quote beantragen.
  • Die THG-Quote wurde bereits beantragt: Dann kann sie für dieses Jahr nicht erneut beantragt werden; der neue Halter ist erst im darauffolgenden Jahr berechtigt.

Wichtig: TankE weist darauf hin, dass sie nicht feststellen können, ob die Quote bereits vom vorherigen Halter beantragt wurde. Bei unwissentlicher Doppeleinreichung wird der Antrag laut TankE vom Umweltbundesamt abgelehnt. Für Dich heißt das praktisch: Wenn Du gebrauchte E-Fahrzeuge in die Flotte übernimmst, kläre im Übergabeprozess schriftlich, ob die THG-Quote für das laufende Jahr schon beantragt wurde.

Wie wird die Höhe der THG-Quote berechnet?

TankE nennt als zentralen Baustein den Emissionsfaktor für Ladestrom. Dieser bestimmt rechnerisch, wie viel CO₂ bei der Nutzung von Ladestrom im E-Fahrzeug gegenüber fossilen Kraftstoffen eingespart wird. Die Höhe der Quote hängt laut TankE von mehreren Faktoren ab, die gesetzlichen Vorgaben und Marktentwicklungen unterliegen.

Wenn Du als Endnutzer nur wissen willst, was Du konkret tun musst: Für die Flotten-THG-Quote ist entscheidend, dass Du die jährliche Beantragung sauber hinbekommst und die Nachweise fristgerecht lieferst. Die eigentliche Vermarktung (also „wer kauft die Quote und zu welchem Preis“) übernimmt bei TankE der Dienstleister.

Praktische Tipps, damit Du im Fuhrpark nicht an Kleinigkeiten scheiterst

  • Dokumenten-Standard festlegen: Lege intern fest, wo die Zulassungsbescheinigung Teil I je Fahrzeug digital abgelegt wird (und wer Zugriff hat).
  • Stichtag im Kalender blocken: Der 15. Oktober ist die harte Kante – plane die interne Sammlung der Unterlagen früher ein.
  • Halterwechsel-Prozess ergänzen: Bei Kauf/Verkauf gebrauchter E-Fahrzeuge immer dokumentieren, ob die THG-Quote fürs laufende Jahr schon beantragt wurde.
  • Nur BEV einreichen: Prüfe in der Fahrzeugliste, dass wirklich nur Fahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb gemeldet werden (keine Plug-in-Hybride).

FAQ

Kannst Du die THG-Quote für Plug-in-Hybride im Fuhrpark bekommen?

Nein. TankE schließt Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge ausdrücklich aus. Die THG-Quote gibt es hier nur für Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch angetrieben werden.

Musst Du die THG-Quote jedes Jahr neu beantragen?

Ja. Laut TankE muss die THG-Quote jährlich neu beantragt werden. Für die jährliche Beantragung wird der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) benötigt.

Bis wann musst Du die Unterlagen einreichen?

TankE nennt als Frist: bis spätestens 15. Oktober muss die Zulassungsbescheinigung Teil I als Nachweis vorliegen.

Wer bekommt die THG-Quote, wenn das E-Auto im laufenden Jahr verkauft wird?

Das hängt laut TankE davon ab, ob die THG-Quote für dieses Jahr schon beantragt wurde. Wurde sie noch nicht beantragt, kann der neue Halter beantragen. Wurde sie bereits beantragt, ist der neue Halter erst im Folgejahr berechtigt.

Quellen